Spendenaktion SAAT GUT BROT zu Gunsten des Saatgutfonds

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Vom 02. bis 07. Juni 2014 backen wir das SAAT GUT BROT
•    für Sie
•    für die ökologischen Getreidezüchtungsinitiativen
•    für die Sortenvielfalt auf dem Acker und im Brotregal

Der Spendenbetrag der Aktionswoche SAAT GUT BROT. kommt dem Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft zu gute. Gemeinsam mit unserer Bäckerei beteiligen sich über 50 Bäckereien aus ganz Deutschland sowie eine Bäckerei aus Österreich an der Spendenaktion.

An wen gehen die Spendengelder?

Der Saatgutfonds unterstützt ökologische Züchtungsinitiativen. Diese entwickeln Pflanzensorten, die gesund, widerstandsfähig und  regional angepasst sind. Gentechnische Verfahren sind bei der Züchtung ausgeschlossen. Darüber hinaus schaffen diese Initiativen eine Vielfalt an hochwertigen Sorten, die fruchtbar und für alle frei zugänglich sind. Es entsteht Kulturgut. Die Spenden dieser Aktion gehen an vier Initiativen, die biologisches Getreide-Saatgut züchten: Getreidezüchtungsforschung Darzau e.V. im Wendland, die Landbauschule Dottenfelder Hof e.V. bei Frankfurt, den Verein zur Förderung der Saatgutforschung e.V. am Bodensee und die Getreidezüchtung Peter Kunz / Verein für Kulturpflanzenentwicklung in der Schweiz.

Saatgut ist die Grundlage unserer Ernährung und Jahrtausende altes Kulturgut. Über Generationen hinweg wurde es kultiviert, es wurde vermehrt und weitergegeben. Die so entstandenen Sorten zeichnen sich durch Vielfalt, Fruchtbarkeit und regionale Anpassung aus. Im Laufe der Jahrtausende wurden über 7.000 Pflanzenarten für die menschliche Ernährung kultiviert und durch Züchtung  verbessert.

Es war über zehntausend Jahre gute landwirtschaftliche Tradition, dass Bäuerinnen und Bauern einen Teil ihrer Ernte als Saatgut zurückbehielten, um es in der nächsten Saison wieder auszusäen. Dieser sogenannte Nachbau setzt allerdings samenfeste Sorten voraus. Samenfest sind Sorten dann, wenn aus ihrem Samen wieder Pflanzen wachsen mit identischen Eigenschaften und derselben Gestalt wie deren Mutterpflanzen.

Sind alle Pflanzen fruchtbar?

Die fruchtbaren, samenfesten Sorten sind größtenteils durch Hybriden verdrängt worden. Hybriden (lateinisch Mischlinge) sind Kreuzungen aus verschiedenen Sorten. Sie bringen oft mehr Ertrag. Doch Hybriden spalten sich in der nächsten Pflanzengeneration wieder in Pflanzen mit unterschiedlichen Merkmalen auf. Es werden darüber hinaus auch Hybriden gezüchtet, die vollständig steril sind. Diese sogenannten CMS-Hybriden sind unfähig zur Fortpflanzung. Bauern und Gärtner können Hybriden für die nächste Aussaat nicht mehr verwenden. Sie sind daher gezwungen, ihr Saatgut jedes Jahr neu zu kaufen. Dies führt zu Abhängigkeit und ist mit höheren Kosten verbunden. Der Saatgutmarkt wird weltweit immer stärker von wenigen großen Anbietern bestimmt.

Woher stammt das Saatgut für den Anbau unsere Nahrungspflanzen?

Seit Jahrzehnten nimmt die Zahl der Unternehmen ab, die Saatgut züchten und vermehren.  Die zehn größten Saatgutunternehmen dominieren mit Hilfe von Patenten, Hybriden und Gentechnik rund 75 % des weltweiten kommerziellen Saatgutmarktes.
Von den ursprünglich über 7.000 Nahrungspflanzen liefern heute nur noch 15 Pflanzenarten und acht Tierarten rund 90 % der menschlichen Nahrung.  Die Pflanzen werden für die konventionelle Landwirtschaft gezüchtet und benötigen chemisch-synthetisch hergestellte Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Kriterien wie die Herbizidresistenz (=Widerstandsfähigkeit gegen Unkrautvernichtungsmittel, die in der Regel vom selben Unternehmen wie das Saatgut verkauft werden), die weltweite Vermarktungsmöglichkeit und die Patentierbarkeit der gezüchteten Sorten stehen im Vordergrund. Die Sorten sind uniform und anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Ihre Erträge sind zwar oft maximal, die Lebensmittelqualität spielt dagegen eine geringe Rolle. Die Abhängigkeit der Bauern und Gärtner von wenigen Agrarkonzernen wie Bayer CropScience, Monsanto oder Syngenta steigt. Mit dem Rückgang unserer Sortenvielfalt geht unwiederbringlich ein enormes Potenzial verloren.
Die ökologische Pflanzenzüchtung leistet hingegen einen herausragenden Beitrag für den Erhalt und den Ausbau der genetischen Vielfalt bei Getreide und Gemüse. Die Finanzierung erfolgt vor allem aus Spenden und Zuwendungen von Stiftungen. Die Zahl der zukunftsweisenden – sich dem Wohle der Allgemeinheit sowie dem der nächsten Generationen verpflichteten – ökologischen Züchtungsinitiativen ist noch gering. Gerade deshalb möchten wir mit der Aktion auf ihre Arbeit aufmerksam machen und gemeinsam mit Ihnen zu ihrer Finanzierung beitragen.

Am 23. Juni 2014 wird in Gauting die Gesamtspende an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft übergeben.

Saatgut Spendenkonto
Empfängername: Saatgutfonds
Stichwort: ‚Aktion Saat Gut Brot‘
IBAN: DE77 4306 0967 0030 0054 12
BIC: GENODEM1GLS
www.saatgutfonds.de

 

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