Das Café Wilhelms in Diez

Das gemütliche Café lädt zum verweilen ein.
Das gemütliche Café lädt zum verweilen ein.

Günstige Lage, gemütliche Sessel und leuchtender Schnäuzer
In Diez zieht das neue Bäckerei-Café „Wilhelms“ die Menschen schon zum Frühstück an, versorgt mittags fleißige Handwerker mit reichhaltigen Snacks und bietet ganztags frischeste Backwaren

Ist es eine Bäckerei, eine Lounge, ein Snack-Bistro, eine Kaffeebar? Es ist gar nicht so leicht, das neueste Fachgeschäft der Bäckerei Huth mit gängigen Attributen zu charakterisieren. Denn irgendwie findet hier ein jeder, was er sucht: Mancher Diezer nimmt auf dem Weg zur Arbeit etwas für die Frühstücks- oder Mittagspause mit; sehr be-gehrt sind offensichtlich die individuell frisch belegten Brötchen. Und klar: Die kostenfreien Park-plätze direkt am Haus, die verkehrsgünstige Lage am Kreisverkehr, der sich unmittelbar an der „Einfahrt“ zur Diezer In-nenstadt befindet, machen es gerade Berufspendlern besonders komfortabel, schnell anzuhalten und ohne großen Zeitverlust oder lange Wege das Gewünschte zu bekommen.
Ambiente
Die zahlreichen Menschen aus dem Rhein-Lahn-Kreis, die hingegen nachmittags im „Wilhelms“ das Café „bevölkern“, bringen mehr Zeit mit und wollen diese in einem angenehmen Ambiente verbringen. Die gemütlichen Sitzecken, die lange Holztafel oder die mit Sesseln ausgestatteten Nischen sind perfekte Rückzugsorte zum Lesen, um ungestört auf dem Smartphone Nachrichten zu schreiben (freies WLAN!) oder mit Freunden zu plaudern und dabei „death by chocolate“ und Fairtrade-Kaffee zu genießen.

Mittags trifft man oft auf Menschen, die in Praxen oder Büros sowie Einzelhandelsgeschäften ringsum arbeiten oder ebenso tüchtige Männer und Frauen in „Blaumännern“, die als Handwerker bereits einen anstrengenden Vormittag abgeleistet haben und sich nun bei Snacks von Dinkelpizza, über Quinoasalate, bis hin zu Quiches oder Panini stärken wollen.

Backofen
Na, und letztlich ganztags „viel Leben“ herrscht vor der stets reich gefüllten Theke. Groß und breit ist sie, die Auswahl fällt nicht leicht: Berliner-Varianten, super köstliche Konditoreikreationen, das üppige Brötchensortiment, saftiger Kuchen, die hochwertigen Brotsorten, die in der Backstube am Schlag in Lim-burg alle ausnahmslos ohne Vormischungen und Zusatzstoffe gebacken wurden. Frische Bröt-chen gibt es während der gesamten Öffnungszeit (montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr, am Samstag bis 16 Uhr, sonntags ist von 8 bis 16 Uhr geöffnet) sowieso. Ein eigener Etagenback-ofen im „Wilhelms“ wird den ganzen Tag nicht kalt, alle Bröt-chensorten werden fortlaufend nachgebacken, so dass niemand auf den herrlichen Duft, die knackige Rösche, das frische Aroma verzichten muss – sei es im „Wilhelms“ oder daheim.

Kreppel und Butterteigberliner schmecken den Diezern nicht nur an Fasching.
Kreppel und Butterteigberliner schmecken den Diezern nicht nur an Fasching.

Kaiser
Apropos „Wilhelms“: Der Name für das an dieser Stelle beheimatete Bäckerei-Café ist selbstverständlich nicht zufällig gewählt worden. Der stilisierte „Schnäuzer“ im Logo, das an den beiden Seiten des im „Gesundheitszentrum Diez“ untergebrachten Bäckereifachgeschäftes montiert wurde, ist schon ein Hinweis auf den Hintergrund. Denn Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen, der später erster deutscher Kaiser im 1871 gegründeten Deutschen Kaiserreich war, pflegte stets mit üppiger Barttracht aufzutreten, zu der auch der Oberlippenbart zählte.
Das Logo deutet also schon einmal auf Wilhelm I. hin. Tatsächlich liegt das „Wilhelms“ zudem in der Diezer Wilhelmsstraße. Wenn man dieser bis zu ihrem östlichen Anfang folgt, dann stößt man im Stadtteil Frei-endiez auf eine Kreuzung, an der die aus dem benachbarten Hes-sen herüberführende Limburger zur Wilhelmsstraße wird. Und wo außerdem die Rudolf-Dietz-Straße einmündet, die nach dem einstigen Freiendiezer Lehrer und Mundartdichter benannt ist. Zwischen den heute hier den Verkehrsfluss regelnden Ampelmasten ragt ein 1895 errichtetes Standbild auf das genau jenen Kaiser Wilhelm I. zeigt. Es erinnert daran, wie er die Truppen im Deutsch-Französischen Krieg in den Jahren 1870 und 1871 als Oberbefehlshaber anführte. Letztlich nur wenige hundert Meter vom „Wilhelms“ der Bäckerei Huth entfernt und mit diesem über die ebenfalls nach ihm benannte Straße verbunden, auf der heute zum Teil die Bundesstraße 417 verläuft, steht also der Namensgeber des neuen Fachgeschäftes und Cafés des echten Bäckers als Statue.

Die Diezer Wilhelmsstraße führt zwischen dem neuen Bäckerei-Café und dem gegenüberliegenden Rathaus hindurch.
Die Diezer Wilhelmsstraße führt zwischen dem neuen Bäckerei-Café und dem gegenüberliegenden Rathaus hindurch.


Vorname

Neben einem Blumenarrangement steht in einem Holzregal im „Wilhelms“ unter anderem ein rotbraun eingebundenes Buch. Sein Autor trägt zufälligerweise den selben Vornamen wie der einst beliebte und verehrte Kaiser: Wilhelm Buschs „Und die Moral von der Geschicht“. Wobei es sich bei dem Werk strenggenommen nicht um ein von Busch selbst erstelltes Buch handelt, sondern um eine 1959 von Rolf Hochhuth herausgegebene Sammlung mit Texten und Zeichnungen des Dichters und Illustrators.
Wie auch immer: Es passt wunderbar, dass sich mit Busch nicht nur ein weiterer Wilhelm im „Wilhelms“ findet. Sondern es auch eine thematische Verknüpfung gibt: Denn im sechsten Streich der beliebten Busch-Figuren „Max und Moritz“ haben die Lausbuben eine Begegnung mit einem Vertreter der „frommen Bäckersleut“…
Sie erinnern sich nicht mehr daran, wie die „zwei Knaben“ zu-nächst „schwarz wie die Raben“ werden und hernach „rundherum so weiß wie Kreide“? Nun, dann nichts wie ins „Wilhelms“ und bei einem verführerischen Stück Kuchen aus der täglich üppig bestückten Theke und einer aromatischen Kaffeespezialität aus der Siebträgermaschine gemütlich in einem der weichen Sessel des neuen Bäckerei-Cafés niederlassen und vergnüglich nachlesen!

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